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Le Duc Tho (14.Oktober 1911 – 13. Oktober 1990) war von 1956 bis 1973 und von 1976 bis 1980 Leiter der Zentralen Organisationskommission der Kommunistischen Partei Vietnams.

Biografie

Le Duc Tho wurde 1911 in Nam Dinh, Französisch-Indochina, in eine gelehrte Adelsfamilie geboren. Nach seiner Gründung 1930 trat er der Kommunistischen Partei Indochinas bei und wurde kurz von den Franzosen inhaftiert, bevor er nach China flüchtete. Er half bei der Gründung der Viet Minh im Jahr 1941 und lebte nach dem Zweiten Weltkrieg als Parteivertreter in Südvietnam. 1955 trat er in das Politbüro ein und leitete die Organisationsabteilung der Partei. Er wurde Chefunterhändler der Nordvietnamesen während des Vietnamkrieges. 1968 gelang es ihm nicht, die US-Bomberoffensiven gegen Nordvietnam zu stoppen. Im Verlauf des Krieges befand er sich jedoch in einer viel stärkeren Verhandlungsposition, so dass er bei den Pariser Friedensabkommen von 1973 einen Waffenstillstand erreichen konnte. Dafür bildeten er und sein US-Amtskollege Henry Kissinger das vielleicht seltsamste Paar, das jemals mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde. Während Kissinger akzeptierte, lehnte er ab. Er blieb bis zu seinem Rücktritt Ende 1986 Mitglied des vietnamesischen Politbüros und starb 1990.

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